rosie

 

Natürlich beginnt auch Rosie's Geschichte auch vor ihrem Einzug bei mir so.....

 

Für Casper hatte ich mich ja bereits entschieden und Francis hatte Rosie als Gesellschaft für Casper empfohlen. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mir Rosie rein optisch nicht ausgesucht hätte, da sie dünn und ausgemergelt aussah. (Heute liebe ich diese Maus sehr und freue mich jeden Tag darüber dass sie bei mir ist.)

So lautete der Vermittlungstext für Rosie:

 

 

Rosie ist eine ca. 1 jährige, kastrierte Siammischlingsdame, die wir während unserer Kastrationsaktion gefangen haben. Sie ist sehr menschenbezogen und verschmust. Leider hat die starke Sonne schon die Ohrspitzen der weißen Schönheit angegriffen und so mussten die Ohrspitzen entfernt werden. In der Nähe ihres Einfangort weinten drei niedliche Kitten herzzerreißend versteckt unter einem Holzstapel und Rosie nahm sich ihrer nach ein paar Tagen an. Ob es ihre sind wissen wir nicht. Rosie muß aus der Sonne raus, zudem hat der Bluttest ergeben, dass diese wunderhübsche Katze Katzenaids positiv ist. Das ist nur für Katzen ansteckend und deshalb soll Rosie als Einzelkatze oder zu anderen FIV Katzen hinzu vermittelt werden. Ein stressfreier Haushalt mit eingenetztem Balkon wäre spitze.

 

Da ich Ende Juni und Mitte Juli übers Wochenende verreisen wollte, sollten die neuen Samtpfoten danach einziehen. Francis und ich vereinbarten für den folgenden Dienstag einen Termin für ein Gespräch bei mir zuhause.
 
Aber es kam anders! Nach einer Weile rief Francis wieder an und meinte ob wir uns nicht früher treffen könnten und das Casper und auch Rosie früher aus der Pflegestelle raus sollten. Und so verabredeten wir noch für den gleichen Tag ein Treffen bei mir um 19:00 Uhr.
 
Es war ein gutes Gespräch und Mirjam meinte, dass sie sofort als Francis von meinem Anruf erzählte gewusst habe, dass Casper und ich zusammenpassen würden. Wir vereinbarten als Einzugstermin für Casper und Rosie den 24. Juni 2006. Rosie würde von ihrer Pflegestelle in Hamburg (Waltraud) gebracht und dann gemeinsam mit Casper zu mir kommen (damit keiner von beiden schon einen Heimvorteil hat und den Boss spielt).
 
Natürlich hatte ich schon nach dem Telefonat in den Yahoo-Groups 7KL, NKL und Trost die Nachricht gepostet, dass ich vorhabe 2 FIV-positiven Katzen ein zuhause zu geben. Die positiven Reaktionen darauf waren zu meiner großen Freude überwältigend, so dass ich alle Zweifel die sich vorher bei mir leise breit gemacht haben vergaß und mich nur noch freute.
 
Ich surfte nun im Internet nach Infos über FIV und bin auf die Seiten von Poose gestoßen und auf viele andere Berichte, die durchaus nicht alle negativ waren. Es gab Katzen die trotz FIV ein langes Leben hatten. Auch bekam ich von einigen Listies aus den Yahoo-Groups Informationen zugemailt. Je mehr desto besser!
 
Die folgenden Tage verbrachte ich damit, meine Wohnung entsprechend vorzubereiten. Ich ersteigerte bei Ebay einen funkelnagelneuen deckenhohen Kratzbaum, kaufte ein Katzennetz um den Balkon zu sichern, kaufte Katzenminze und ein wenig Spielzeug. Ansonsten räumte ich Möbel raus, die ich eh schon entsorgen wollte.
 
Am 23.06.2006, also einen Tag vor dem Einzug, besorgte ich dann noch Streu und Katzenfutter von dem mir Mirjam geschrieben hatte, dass Rosie dies bevorzugen würde. Leider hieß es von Casper dass er rohes Futter frisst – dafür hatte ich nichts besorgt in der Hoffnung, dass er doch auf Dosenfutter umschwenkt. An diesem Tag kam zu meinen großen Freude und Erleichterung der Kratzbaum an, den ich sofort im Wohnzimmer in der Ecke am Fenster aufbaute. Jetzt war soweit alles vorbereitet und die 2 konnten kommen.
 
In der Nacht konnte ich kaum schlafen, ich war so aufgeregt, dass ich schon um 5 Uhr wach war. Ich schalt mich eine ‚dumme Ziege’ und versuchte noch mal einzuschlafen, was mir gelang, aber um 10 vor 8 musste ich raus. Ich frühstückte und duschte, erledigte meine Wochenend-Einkäufe und machte jetzt noch den Rest für Casper und Rosie klar. Das Katzenklo wurde befüllt, eine Schüssel frisches Wasser aufgestellt, der Kratzbaum mit Minze eingerieben und das Spielzeug platziert. Dann wurde vorsichtshalber der Feliway-Stecker samt Füllung ‚aktiviert’. Dann hieß es warten auf das ‚Christkind’. Gegen 13 Uhr rechneten Francis und Mirjam mit Waltraud, samt Mutter und Rosie aus Hamburg. Danach sollte Casper abgeholt werden und dann auf zu mir.
 
Gegen 14 Uhr klingelte es bei mir ! Sie waren da, ich versuchte so ruhig wie möglich zu sein (gelang mir glaube ich nicht wirklich). Rosie und Casper zogen ein!
 

 

 

Natürlich wurde erstmal alles inspiziert, beäugt und begutachtet. Rosie fand recht schnell einen Lieblingsplatz im Schlafzimmer auf der Kommode – direkt auf den Büchern über ‚Schönheit und gutes Aussehen’ – ein Mädchen eben!
Hier sind die ersten Fotos von Rosie in ihrem neuen Heim:
 
 
Hey was gibt es denn sonst noch schönes im Schlafzimmer? AAAH, das Bett ist aber auch schön bequem! Sie ließ sich streicheln und schnurrte wohlig dabei.
 
Waltraud und Mirjam übergaben dann noch etwas Futter und Spielzeug, danach erledigten wir die Formalitäten. So, jetzt waren wir allein. 
 
Dann ließ ich die 2 in Ruhe und kümmerte mich um das Katzennetz, das nun am Balkon unter Mithilfe meiner Nachbarin Sabine (über mir) und deren Balkongeländer befestigt wurde. Puh, ich hätte nicht gedacht, dass das so anstrengend sein kann. Während Deutschland gegen Schweden 2:0 gewann, bastelte ich am Netz herum, na ja, was tut man nicht alles für seine Samtpfoten. Nun konnte ich mir eine Pause gönnen und siehe da, Caspar inspizierte schon den gesicherten Balkon, machte aber keine Anstalten die korrekte Befestigung des Netzes zu prüfen und begnügte sich damit, den Balkonboden zu begutachten. Rosie hielt währenddessen ihren Schönheitsschlaf. Da es nun schon Abend geworden war, bot ich den 2 Schönen etwas Trofu an, dazu etwas Nafu – der Renner an diesem Abend war eindeutig das Trockenfutter. Was solls – wenn’s nicht ständig gegeben wird – Hauptsache sie fressen es und sie fraßen es !
 
Nachdem ich mich um mein Essen gekümmert hatte, sah ich fern und beobachtete Casper und Rosie. Die 2 gifteten sich an und gingen sich aus dem Weg – wobei eher Rosie die kleine Giftspritze war. Aber das wird schon werden. Hin und wieder kam sie ins Wohnzimmer um zu sehen was los ist und trabte dann wieder zu ihrem Lieblingsplatz. Casper eroberte sich das Wohnzimmer, das Spielzeug und den Kratzbaum. Casper entdeckte eine Catnip-Socke auf dem Baum, fauchte sie an und schubste sie runter .. und gut wars! Wie sich inzwischen herausgestellt hat, gehört die Socke Rosie!
 
Die Nacht war ruhig, keine Keilerei zwischen den Beiden. Rosie kam sofort zu mir ins Bett und legte sich ans Fußende. Irgendwann in der Nacht kam auch Casper und kletterte unter meine Decke und machte es sich dort gemütlich :-))
 
25.06.2006
Heute musste ich die beiden allein lassen - schluchz. Nachdem das Kaklo saubergemacht (Casper hatte sein Häufchen gemacht) worden war, das Futter verteilt, fuhr ich gegen Mittag los.
 
Rosie beim Frühstück
 
Als ich zurückkam, waren beide friedlich – hin und wieder knurrte und fauchte man sich an, aber es war harmlos. Am Nachmittag legte ich mich hin, da es mir nicht gut ging – natürlich lag ich nicht lang allein! Rosie an meiner linken Wade und Casper rechts in meinem Arm! Wir verschliefen den Nachmittag. Wenn Rosie Casper sah fauchte und knurrte sie etwas, aber Schönheitsschlaf geht vor!
Nachdem wir alle wieder fit waren, hörte ich Rosie im Kaklo „arbeiten“. Als sie fertig war ging ich kontrollieren ob sie ihr Häufchen gemacht hatte. Tja, hatte sie, aber auch eines (aus Streu) vor dem Klo. Die kleine Maus hatte größere Erdbewegungen auf dem Arbeitsplan gehabt. Also hieß es Kaklo nach den Häufchen absuchen (ich fand sie und verstand warum Rosie so intensiv gegraben hat – es roch sehr streng  ) und das Streu auffegen.
 
Den restlichen Nachmittag verbrachten wir ruhig und keiner von uns fürchtete sich vor dem heftigen Gewitter das über 'uns' wütete.
 
Rosie hat einen neuen Platz gefunden:
 
 
 
Das war der Beginn einer großen Leidenschaft, die nun seit fast 1 1/2 Jahren anhält. Meinem Schneckchen, die übrigens diesen Namen hat, weil sie zwar viel und heftig spielt, aber immer nach Casper und nun auch nach Guy beim Spielzeug ankommt und dann das nachsehen hat. Schneckchen ist halt ein Mädel mit Verstand, die sich erst überlegt ob sich diese körperliche Betätigung überhaupt lohnt :-)
Ich habe es keine Minute bereut ihr bei mir ein Zuhause gegeben zu haben!
 
 
Da ihre Geschichte ja seit ihrem Einzug eng mit der von Casper und seit April 2007 auch mit Guy verbunden ist, werde ich weiter auf einer neuen Seite 'News von meinen Twinklepfoetchen' berichten.